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Ich habe das Abenteuer auf der Feencon geleitet und will natürlich nun auch meine Bewertung aussprechen. Als positiv habe ich empfunden, dass durch Kleinigkeiten wie die Beweggründe der Hochzeit, die Legende um den lachenden Gedo und das Erntefest recht leicht eine passende dörfliche Stimmung erzeugt werden konnte, was man dann noch mit ein wenig Hinterweltlertum gegenüber der Elfe würzen kann. Auch das Spiel zum Feuerlöschen kam denke ich ganz gut an. Allerdings lag dies vielleicht auch am Würfelglück der Spieler, denn so hat es sich nicht ewig gezogen. Dabei ist mir vor allem aufgefallen, dass der Haupteinfluss beim Eindämmen des Feuers weniger von den Löschtrupps, als von den Zufallswürfen kam. Da kann man das Spiel bestimmt noch optimieren. Warauf ich als Spielleiter verzichtet habe, ist den Armreif in Alrik Witnikens Haus zu belassen, so dass die Helden schon schnell herausfinden, wer der Einbrecher war. Ich empfinde es als spannender, sie bis zur Befreiung von Gisbert im Unklaren zu lassen. Dies kann natürlich auch schiefgehen, wenn die Helden ihn als Dieb ausmachen und als Antagonist ausmachen. Leider hat das Abenteuer aber auch einige negative Punkte: Der Überfall von fünf Räubern auf die Heldengruppe ist wieder mal unlogisch. Magische Helden sowie stark gerüstete sind doch erkennbar und die Gefahr wird keine Räubergruppe eingehen. Ich habe es so lösen können, dass die Räuber zwar an der Reichsstraße lauerten, aber die Helden ihnen bei der Suche nach einem geeigneten Rastplatz in den Rücken gelaufen sind. So mussten die Räuber überstürzt handeln und konnten die Lage nicht richtig abschätzen. Noch besser kann man die Räuber aber direkt in der Wassermühle einführen. Sie suchen dort, wie auch die Helden, Schutz vor einem kräftigen Regenguss und belästigen dabei die Johns und Bopser. So kann es dann zum Gefecht kommen, nachdem Bosper die Helden dann zum Fest einlädt. Das Fangen des Ochsen hätte ausgearbeitet werden können, da hier eine schöne und spannende Szene entstehen kann. Bei mir hat der gewählte Held die Ehre beim Armdrücken wieder verloren, so dass ein kräftiger junger Bauer sich dem Ochsen entgegenstellte. Während des Fangens habe ich dann beschrieben, dass der Bauer kurz unaufmerksam ist und von dem Ochsen auf die Hörner genommen wird. Er liegt am Boden, der Ochse bricht ihm mit einem Stampfer ein Bein und zieht sich etwas zurück um Anlauf zu nehmen. Die Helden sollten nun einschreiten und den Ochsen ablenken und selber einfangen, damit der Bauer geborgen und versorgt werden kann. Der eigentliche Hauptplot, die Verfolgung von Jasper und Gisbert sowie das Auffinden des Schatzes, setzt etwas spät ein und ist für sich zu gewöhnlich. Bei dem Dungeon muss ich Robak zustimmen. Man muss schon davon ausgehen, dass die Helden angeschlagne und verwundet in den Dungeon reingehen - immerhin kann es zum Kampf mit den Räubern, einem Wildschwein und im Dungeon mit einem Bären kommen. Da kann leicht die Sinnenschärfe-Probe+7 zum entdecken der Fallgruben daneben gehen. Man sollte sich als Spielleiter hier klar machen, dass ein Sturz von 4 Schritt einen angeschlagenen Helden töten kann. Für überzogen halte ich dann die Falle an der Sprossenleiter. Entdecken die Helden diese nicht droht ein Sturz von 16 Schritt in die Tiefe, dem man nur mit einer Körperbeherrschungsprobe+5 entgehen kann. Auch hier endet schnell mal ein Heldenleben - für mich ist die Falle unnötig und würde gestrichen werden. Ebenso hat Robak schon das Lichtproblem angesprochen. Durch den Tauchgang hilft nur magisches oder liturgisches Licht. Ansonsten findet das Finale im Dunkeln, oder wahrscheinlicher gar nicht, statt. Hier sollte man die Höhle anders designen und eine andere Möglichkeit für Spannung finden. Das Finale war mir dann etwas zu schwach. Ich hab schon vorher die Einsturzgefahr thematisiert, damit sie am Ende nicht nur wie ein plattes Mittel scheint, um den Helden den Schatz vorzuenthalten. Nachteil dessen ist, dass die Helden schon wussten, was passiert als dann der halbwahnsinnige Jasper mit Geschrei auf sie stürmte. Bei mir entschieden dann Würfe auf dem W20, wer von herabfallenden Gestein getroffen wurde. Die Helden mussten also schnell wieder zurück, leider mit einer bewusstlosen Heldin, was den Tauchgang und das Klettern die Leiter noch deutlich erschwerten und mich befürchten lies, dass es nicht alle aus dem Dungeon wieder raus schaffen. Dazu kam es, dank Würfelglück, dann nicht, aber letztlich muss ich sagen, dass der Dungeon für Einsteigerhelden zu schwer ist. Ein kleiner Epilog fehlt. Materielle Entlohung für die Helden von Bosper. Gibt es was dafür, dass die Helden die Lagerstatt der Räuber entdeckt haben? Heiratet Gisbert nun Gunelda? Und warum sollte man Kriegsführung als SF bekommen?
Als Fazit gebe ich 3 Punkte für ein Abenteuer, dessen eigentlicher Plot mit zuwenig gibt, das ein Paar Schwächen und Fehler aufweist aber dafür mit dem lachenden Gedo, der Elfe in den Nordmarken und dem Erntefest ein paar schöne Szenen hat.
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